Eine Reise durch die Interior-Vergangenheit von Lena Living

Sie gehört zu den bekanntesten Interior-Bloggern Deutschlands und inspiriert mit ihrer elegant verspielten Altbauwohnung neben ihren fast 52.000 Followern auch immer wieder uns bei Dekoria – Lena_Living. Wir trafen die sympathische Osnabrückerin zum Interview und reisten mit ihr zurück in ihre ganz persönliche Interior-Vergangenheit.

Hier finden verschiedene Stile ein harmonisches Zuhause

1. Lena, mit deinem Auge für Ästhetik, insbesondere beim Einrichten, begeisterst du täglich tausende Menschen. Deine persönliche Geschichte begann vor 32 Jahren in Delmenhorst bei Bremen. Welche Erinnerungen hast du aus deiner frühen Kindheit von deinem Elternhaus? Hatten Mama und Papa auch so viel Geschmack?

Auch meine Eltern legen viel Wert auf ein schönes Zuhause und haben schon immer viel Zeit und Liebe in ihr Eigenheim gesteckt. Für meine kleine Schwester und mich gab es keine Adventszeit ohne liebevoll arrangierte Weihnachtsdeko und keinen Geburtstag ohne hübsch verpackte Geschenke mit frischen Blumen. Meine Mutter übernimmt Zuhause als Floristin meistens den kreativen Part, während mein Vater mit großem Geschick viele handwerkliche Projekte selber erledigt. Ich denke, ich habe eine ganz gute Mischung von den Beiden abbekommen.

Die kleine Lena bei einem ihrer wohl ersten Interior-Projekten

2. Nach deinem Schulabschluss ging es für dich nach Hamburg um dort eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing zu machen. Dort hattest Du auch Deine erste eigene Wohnung. Wie war sie eingerichtet?

Die Wohnung hatte zwei Zimmer und war ca.40qm groß und war eigentlich die perfekte erste Wohnung. Ich habe auch damals schon viel Wert auf eine schöne Einrichtung gelegt, allerdings waren die finanziellen Mittel als Azubi natürlich begrenzt und somit gab es in meiner ersten Wohnung PVC-Bodenbelag in Holzoptik und Raufasertapete an den Wänden. Ich erinnere mich noch genau an mein damaliges Farbkonzept: Latte Macchiato-Beige Wände und Kissen/Vorhänge/Teppiche in Violett und Grün. Das war damals topaktuell. J

3. Welche Interior-Sünde hat sich im Laufe der Zeit bereits in deine vier Wände verlaufen?

In meinem Jugendzimmer habe ich mal, als ich ca. 16 Jahre alt war, alle Wände inkl. Decke und Dachschräge in dunkelrot gestrichen und dann darauf mit einem Schwamm einen silbernen Metalliceffekt getupft. Wenn ich mich daran erinnere, wundert es wohl niemanden, dass bei uns gerade alle Wände weiß sind.

Lenas weiße Wände fangen das Licht ein und lassen die Wohnung erstahlen

4. Von einem Zuhause wie Deinem träumen sicherlich viele kleine Mädchen und Jungen. Wie sah das absolute Traumhaus der kleinen Lena aus und was konntest du dir bereits davon erfüllen?

Bereits während meiner Zeit in Hamburg habe ich von einer Altbauwohnung geträumt. Auf dem Weg zur Arbeit, bin ich jeden Morgen mit der Bahn durch Hamburgs schönste Altbauviertel gefahren. Ich habe es geliebt, in den Wintermonaten, wenn es morgens noch dunkel war, einen Blick durch die großen Fenster in die beleuchteten Wohnungen mit ihren hohen Stuckdecken und Dielenböden zu werfen und habe mir immer gewünscht eines Tages auch so zu wohnen.

5. Hast du ein Lieblingsstück bei dir zu Hause und was ist die Geschichte dazu?

Ich habe nicht nur ein Lieblingsstück, denn ich verbinde mit den meisten Möbeln und Accessoires in unserem Zuhause eine Geschichte. Viele besondere Teile, wie z.B.  der Teppich aus Marrakesch und das Geschirr aus Chiang Mai, haben mein Freund und ich von unseren Reisen mitgebracht. Einiges haben wir auch beim Trödler entdeckt und für unseren Barwagen, aus den Kleinanzeigen, saßen mein Freund und ich mal fast einen ganzen Sonntag im Auto. Wir waren uns einig, dass wir den unbedingt haben müssen und haben dann auch keinen Weg gescheut. Es ist eines unserer ersten gemeinsamen Möbelstücke gewesen und es hat uns gezeigt, dass wir auch in Sachen Wohnungseinrichtung sehr gut harmonieren.

In ihren Stories nimmt Lena ihre Follower mit durch die ganze Welt und lässt sie am Teppichkauf in Marrakesh teilhaben.

6. In deiner Wohnung treffen sich viele verschiedene Stile, die harmonisch aufeinandertreffen. Welche Erfahrungen haben dein Stilbewusstsein zu dem gemacht, was es heute ist?

Ich habe einfach viel ausprobiert. Meine roten Wände, violetten Kissen und grüne Teppiche haben mich sehr geprägt und sind sicherlich der Grund dafür, dass ich es heute farbtechnisch ruhiger angehe. Verschiedene Stile passen für mich gut zusammen, solange sie sich in einer harmonischen Umgebung befinden. Mir gefällt es, wenn sich Farben und Materialien wiederholen und sich wie einer roter Faden durch den ganzen Raum ziehen.

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7. Und eine letzte Frage, Lena. Was rätst du Menschen, die unzufrieden mit ihrer Wohnung sind und nicht so recht wissen, wie sie das ohne viel Geld ändern können?

Mein Tipp ist, bei großen, langlebigen und teuren Einrichtungsgegenständen immer auf schlichte, dezente Farben und hochwertige Materialien zu setzen. Mit farbigen und gemusterten Accessoires, wie Kissen, Vorhänge, Teppiche, Vasen usw., kann man dann wunderbar Akzente setzen und auch mal schnell ein anderes Bild schaffen. Außerdem dürfen Pflanzen und Blumen für eine wohnliche Atmosphäre nicht fehlen.


Wir bedanken uns bei Lena für das Interview und freuen uns nun noch mehr auf ihre Interior-Zukunft!

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