Hinter den Raffrollos

In unserer neuen Reihe „Hinter den Raffrollos“ nehmen wir euch mit in die tiefen weiten Welten von Dekoria. Hier könnt ihr über die Schultern von Interior-Designern blicken, herausfinden woher die Fotografen stammen und erfahren, wie der Alltag unserer langjährigen Schneiderinnen aussieht. Lehnt euch zurück, denn nun erhaltet ihr einen ganz exklusiven Blick. Vorhang auf für Malgorzata:

Der Geruch von Kardamom liegt in der Luft und ein fröhliches Lachen ertönt von der Raffrollo-Abteilung aus. Das Surren der Nähmaschinen erfüllt bereits die große Arbeitshalle und es herrscht eifriges Treiben. „Wie ich diesen Klang liebe!“, freut sich Malgorzata. Seit über 18 Jahren arbeitet die zweifache Mutter nun schon für Dekoria. Ihren Tag startet sie mit einem pechschwarzen Morgenkaffee und einer Prise Kardamom.

Eine traditionelle Zunft in modernem Gewand
Die Näherinnen sitzen hintereinander aufgereiht an ihren Plätzen und verarbeiten unterschiedliche Textilien – kariert, gestreift, bedruckt mit Blumen und edlen Mustern. Während einige mit gesenktem Blick konzentriert ihrem Handwerk nachgehen, unterhalten sich andere und begrüßen Malgorzata erfreut. „Meine Verantwortung ist es den reibungslosen Arbeitsablauf in der Raffrollo-Abteilung zu gewährleisten,“ erklärt die begeisterte Schneiderin und zeigt über die Stofffetzen, die sich langsam an den Nähmaschinen entlangschlängeln.

Bei Dekoria werden alle Materialien handgefertigt. „Ich verteile die Aufgaben für die unterschiedlichen Schichten und erkläre den Näherinnen was, wann und wie gemacht werden soll. Außerdem bereite ich die zugeschnittenen Stoffteile für die weitere Verarbeitung vor und prüfe, ob alle notwenigen Materialien auf ihrem Platz sind.“

Ihr Start bei der Traditionsmarke begann mit der Empfehlung einer Freundin. „Sie hatte mir gesagt, dass der Interior-Onlineshop auf die Suche nach Fachpersonal war,“ erinnert sich Malgorzata zurück. Kurze Zeit später begann ihr erster Tag und heute leitet sie die gesamte Abteilung. Wenn notwendig setzt sich die engagierte Mutter auch selbst an eine der Nähmaschinen und greift ihren Kolleginnen tatkräftig unter die Arme.

„Nähen ist mein Yoga“
Von der Arbeit an der Nähmaschine hat sie selbst nach einem langen Arbeitstag immer noch nicht genug. „Ob ihr es glaubt oder nicht, wenn ich zuhause entspannen möchte, setze ich mich auch nach meinem Feierabend gerne hinter die Nähmaschine. Letztens habe ich eine alte Porzellanpuppe für eine Freundin umgestaltet,“ erklärt die Abteilungsleiterin mit eleganten Gesten. „Beim Nähen habe ich das Gefühl, zur Ruhe zu kommen – körperlich und seelisch. Das habe ich so sonst nur beim Yoga!“

Ihr Feingefühl und ihr Geschick wollte Malgorzata als junges Kind eigentlich in der Wissenschaft oder als Ärztin einsetzen. Jetzt bringt sie ihr Talent und ihre Kreativität bei Dekoria zur Geltung. „Mich begeistert die Struktur und Vielfalt von Farben und Mustern, je bunter desto besser – Kreativität bedeutet für mich unbegrenzte Möglichkeiten!“ Auf die Frage was ihre Superpower ist, grinst die Polin: „Meine Begeisterungsfähigkeit! Meine Freunde nennen mich verrückt, ich bezeichne es als eine Mischung aus unendlicher Energie und Neugierde. Machen statt nur reden! Das Gefühl, dass man immer etwas Neues ausprobieren und kennenlernen kann, treibt mich an.“

Nächste Station: Der Ledersessel
Nun sind es beinahe zwei Jahrzehnte seitdem Malgorzata über eine Freundin auf den Beruf aufmerksam wurde, die auch noch nach 18 Jahren ihre Kollegin ist. Malgorzata ist stolz drauf ein Teil vom Dekoria-Team zu sein. Und das soll auch so bleiben: „Ich seh` es schon vor mir: In 20 Jahren sitze ich im Ledersessel meines Chefs“, lacht die talentierte Schneiderin und klärt schnell auf: „Es gibt ein Ritual bei uns. Jeder Mitarbeiter, der in den Ruhestand geht, nimmt auf dem Ledersessel Platz und wird dann durch die ganze Produktionshalle gefahren, begleitet mit johlenden Rufen des gesamten Teams. So wird sichergestellt, dass wir alle Dekoria nicht nur mit einem weinenden, sondern auch mit einem lachenden Auge verlässt.“

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